"Die Würde ist nämlich eine ihr eigene Seite der Tugend, die sie sogleich auf die überträgt,
mit denen sie sich verbindet. Weil das die gewöhnlichen Ehren nicht bewirken,besitzen sie
offenbar nicht die der Würde eigene Schönheit."
Boethius: Trost der Philosophie (Drittes Buch) Sammlung Dieterich p.61
Schönheit der Tugend wird von Boethius offenbar als Einheit, als Einklang verstanden und
in den folgenden Ausführungen mit der Unwürde rein äusserlicher, vergänglicher Ehren
verglichen, denen fehlt nämlich die Schönheit, weil sie ist auch nicht an Tugend, sondern
an konventionellen Erfolg gebunden ist,an Erfolg, der auch Schurken in die höchsten
Ämter und 'Ehren' spühlen, erheben kann.