Solange wir den Zufall geringschätzen und nicht wirklich ernst nehmen, im Sinne der Redewendungen
'das war bloss Zufall' und 'Wir überlassen nichts dem Zufall' u.a., sind wir abergläubisch im Sinne des
einseitigen Vertrauens in die Berechenbarkeit und unfähig, Gesetze des Werdens für möglich zu halten,
die sich unserer materialistischen Logik entziehen.
Wir berufen uns immer wieder auf Zahlen und zwingende Kausalität. Damit entfernen wir uns zusehends
von der uns bedingenden Lebenskraft, die wir weder experimentell, noch spekulativ beweisen können.
Wir beschränken unser Suchen allzu oft auf Gebiete, die wir selber nach unseren beschränkten Massstäben
definieren. Dabei verschliessen wir uns zum Beispiel den Gesetzen der Liebe, deren unermessliche Kraft
sich nur dort eröffnet, wo man sich nicht einbildet, die Unwägbarkeit des Lebens und dessen Erscheinungsformen
fände bloss innerhalb der Grenzen unserer eigenen Erkenntnismöglichkeiten statt.