Die aktuelle Jagd nach Gewinnmaximierung und unkontrollierbarer Sucht nach Geld und Geltung, ist ein klares
Zeichen der menschlichen Dekadenz, sowie des radikalen Verlustes von Ethik, Moral und geistigem Erkennen,
die unsere Zivilisation, die sich in mechanischem Funktionieren und exponentiellem Wachstum verloren hat,
umfassend bestimmen.
Wir sind die Zeitzeugen des Unterganges einer Kultur. Als solche können wir uns dem sprachlosen Pessimismus
und dem dazu passenden Überkonsum überlassen.
Doch wir können auch dem inneren Aufruf zur Genesung aus diesem Fiasko folgen. Diese Genesung setzt voraus,
dass wir mit jeglicher Dogmatik und dem entsprechendem Suchtverhalten brechen wollen. Das erfordert den
individuellen Entscheid, den Weg zu anschaulichem Leben und verantwortungsvollen Denken als übende Menschen
zu beschreiten. Nur aus der Befreiung der Individualität (des Selbst) aus der vorherrschenden Egomanie,
kann kulturelle Gemeinschaft und gemeinsames Wohlwollen entstehen.
Im Wesentlichen bedeutet das, dem Urprinzip des Atems zu folgen und die untrennbaren Polaritäten von
GEBEN und NEHMEN, von WERDEN und VERGEHEN, von WACHEN und SCHLAFEN im umfassenden
SOWOHL-ALS-AUCH zu erkennen, zu verinnerlichen und lebendig zu gestalten.